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SEO-Konzept

SEO-Konzept erarbeiten

Um Ihre Seite für Suchmaschinen zu optimieren, benötigen Sie zuallererst ein tragfähiges Konzept. Denn solange Sie nicht wissen, worunter Ihre potentiellen Kunden nach Ihnen suchen, können Sie auch keine zielgerichteten Optimierungs-Maßnahmen durchführen. Sie müssen also zuerst herausfinden, wer Ihre potentiellen Kunden sind, die Sie über Ihre Homepage gewinnen möchten und im nächsten Schritt überlegen, wonach die suchen, damit Sie ihnen die richtige Antwort präsentieren können.

Alleinstellungsmerkmale suchen und definieren:
Überlegen Sie sich genau, was Ihre Alleinstellungsmerkmale sind und was Sie richtig gut können. Spinnen wir unser Beispiel von Carl Clever, einem Versicherungsmakler aus Celle doch einmal weiter: Herr Clever hat sich im Laufe der letzten Jahren einen kleinen Bestand aufgebaut und hat gehört, dass man im Internet ganz einfach neue Kunden gewinnen kann. Er überlegt kurz – wonach sucht wohl ein potentieller Kunde? Na klar: nach Versicherung. Um dieses Keyword zu testen, gibt er es einfach einmal in Google ein:

 

Ergebnis: über 45 Mio. Treffer beim Suchbegriff "Versicherung". Oben stehen Wikipedia, die DEVK, die Gothaer, die AXA und alles was sonst noch in der Branche Rang und Namen hat. Die Chancen, unter diesem Suchbegriff mit vertretbarem Aufwand und kleinem bis mittleren Budget auch nur in die Nähe der relevanten Suchergebnisse zu kommen, ist extrem unwahrscheinlich. Immerhin sollte es immer das Ziel sein, auf der ersten Suchergebnisseite gelistet zu sein (Top 10).

Während jeder 2. bis 3. Suchende das Ergebnis auf Platz 1 anklickt, wird Platz 3 nur noch von gut 10% der Suchmaschinen-Nutzer angeklickt. Bei Platz 10 – also dem letzten Ergebnis auf der ersten Ergebnisseite – liegt der Quote unter 5%. Mit diesen Zahlen im Hinterkopf kann man also schnell erkennen, dass eine Google-Position 94 unter dem Suchbegriff "Versicherung" bei über 45 Mio Treffern insgesamt eine richtig tolle Optimierungs-Leistung bedeutet. Finden würde die Seite dennoch niemand.

Ziel sollte es daher sein, Keyword-Kombinationen, sog. Longtails, zu definieren, unter denen nicht so viele Seiten gefunden werden, die dafür aber umso besser zum eigenen Angebot passen. So suchen zwar sehr viel weniger Google-Nutzer nach diesen Begriffen, man hat aber im Gegenzug 1. die Chance, gefunden zu werden und hat 2. ein perfekt passendes Angebot, das auf der in der Suchanfrage formulierten Wünsche des Kunden passt.

Herr Clever hat nun mehrere Ideen für Suchwort-Kombinationen, auf die er optimieren könnte:

  • "Versicherungsmakler Celle" – Google findet hierfür 113.000 Ergebnisse. Carl Clever hat unter diesem Suchbegriff die Chance, von regional Suchenden – und somit auch tatsächlich potentiellen Kunden – gefunden zu werden
  • "Berufs­unfähig­keitsversicherung" – Google findet hierfür 909.000 Ergebnisse. Da sich Carl Clever auf das Thema BU spezialisiert hat, möchte er unbedingt auch von Interessenten, die nach diesem Thema suchen, gefunden werden.


Keywords recherchieren und Longtails definieren:
Herr Clever weiß nun, wohin die Reise gehen soll. Für sein erstes Ziel, unter "Versicherungsmakler Celle" hat er gute Chancen, die Seite auch tatsächlich erfolgreich optimieren zu können. Über 100.000 Mitbewerber klingt zwar viel, die meisten dieser Seiten dürften aber nicht gut auf die Keyword-Kombination "Versicherungsmakler Celle" optimiert sein. In einer Region mit unter 200.000 Einwohnern (Landkeis Celle) dürfte er erfahrungsgemäß maximal eine Hand voll ernstzunehmende Konkurrenten haben, die ihrer Seite auf die selben Keywords optimieren.

Das Keyword "Berufs­unfähig­keitsversicherung" wird schon sehr viel schwieriger mit knapp 1 Mio. Google-Treffern. Hier ist die ernstzunehmende Konkurrenz auch sehr viel größer. Das ist leicht zu erkennen, da unter diesem Suchbegriff Seiten wie Check24 auf den ersten Plätzen vertreten sind, die sicherlich ein gewaltiges Budget für Suchmaschinen-Optimierung haben. Hier ist es sinnvoll, sich erst einmal zu überlegen, wonach potentielle Kunden überhaupt genau suchen könnten, für die Carl Clever dann das passende Produkt hat. Hier ergeben sich zwei Kundengruppen, die getrennt betrachtet werden müssen:

  • Kunden aus Celle und Umgebung, die eine persönliche Beratung zum Thema Berufs­unfähig­keitsversicherung wün­schen
  • Kunden aus ganz Deutschland, die sich über das Thema Berufs­unfähig­keitsversicherung informieren möchten und ggf. eine persönliche Beratung wün­schen

Um für beide Gruppen überhaupt interessante Angebote anbieten zu können, die Herr Clever dann auch monetarisieren kann (also nicht nicht nützliche Tipps), benötigt er eine unterschiedliche Herangehensweise: Die Kunden aus seiner Region kann er persönlich individuell beraten. Dazu setzt er sich ins Auto und fährt zum Kunden. Kunden, die diese Dienstleitung wün­schen, könnten vielleicht folgendes in Google eingeben:

  • "Experte Berufs­unfähig­keitsversicherung Celle" – 57.600 Ergebnisse bei Google
  • "Persönliche Beratung Berufs­unfähig­keitsversicherung Celle" – 93.600 Ergebnisse bei Google

Möchte Carl Clever hingegen Kunden aus ganz Deutschland erreichen, muss er zuerst die Rahmenbedingungen schaffen, um etwaige Interessenten betreuen zu können. Ein gutes Konzept hierfür ist die Videoberatung, wie sie beispielsweise der Coach Jan Helmut Hönle propagiert. Auch für die beratungs-intensiven Sparten gibt es Vergleichsrechner, bei denen auch ein Online-Abschluss möglich ist, Herr Clever hat damit ohne seine persönliche Beratung aber kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Check24 & Co; das würde die Kundengewinnung natürlich entsprechend schwierig machen.

Herr Clever versucht, sich nun in diese Kundegruppen zu versetzen und überlegt, wonach sie suchen könnten, wenn sie bei Ihm genau die passende Lösung zu Ihrer Anfrage finden würden. Dabei holt er sich auch Unterstützung von Freunden und Bekannten. Meist ist man selbst betriebsblind und es ist ratsam, sich bei der Keyword-Recherche auch den Rat von Dritten einzuholen.

  • "Persönliche Beratung Berufs­unfähig­keitsversicherung" – 635.000 Ergebnisse bei Google
  • "Experte Berufs­unfähig­keitsversicherung Selbstständiger" – 367.000 Ergebnisse bei Google
  • "Spezialist Berufs­unfähig­keitsversicherung Angestellter" – 377.000 Ergebnisse bei Google

Die Anzahl der Ergebnisse ist hier immer noch sehr hoch und auch die Konkurrenz ist in diesem Umfeld recht stark. Wenn Herr Clever seine Seite nun gezielt auf die gewählten Suchwort-Kombinationen optimiert und auch die Möglichkeiten der Offpage-Optimierung nutzt, hat dennoch  Chancen, weniger gut passende Ergebnisse mit der eigenen Seite zu "überholen".


Carl Clever im echten Internet:

Zu unserer kleinen Geschichte lassen wir auch einen Versuchsballon steigen:

Bereits eine Woche nach Veröffentlchung unserer Seite www.clever-bu.de stand sie unter den Suchanfragen "Experte Berufs­unfähig­keit Celle" und  "Spezialist Berufs­unfähig­keit Celle" auf Platz 1 sowie unter "Beratung Berufs­unfähig­keit Celle" auf Platz 5. Wir werden die Seite weiter optimieren und Sie hier an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.

Natürlich laufen wir mit dieser Testseite Gefahr, komplett aus dem Google-Index zu fliegen oder die erreichte Platzierung wieder zu verlieren: immerhin bieten wir mit dieser Seite keinen echten Mehrwert, da Carl Clever als fiktiver BU-Spezialist echten Interessenten nur wenig helfen kann.


Google AdWords Keyword-Planner bei der Keyword-Recherche nutzen:
Bei der Recherche von passenden Keywords erweist sich der Google AdWords Keyword-Planner als hifreiches Tool. Es ist zwar eigentlich für die Findung von Keywords für kostenpflichtige AdWords-Anzeigen gedacht, lässt sich aber auch hervorragend bei der Keyword-Recherche für SEO-Maßnahmen einsetzen.

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So geht es weiter...

  • Wie Sie Ihr SEO-Konzept nun auf Ihrer neuen Homepage umsetzen, erfahren Sie im nächten Kapitel.

 
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